Unsere Reise: 4 Tage Probewohnen auf Kreta

Wir haben für 4 Tage ein Haus gemietet. Eine Wohltat für mein Nervensystem. Endlich wieder etwas mehr Platz. Und vor allem auch eine richtige Dusche und eine grosse Küche. Wunderbar. 

 

Mir ist ja schon lange klar, dass ich eigentlich keine Camperin bin, aber wie so oft, habe ich Ambivalenzen in mir drin. Einerseits schätze ich es, im Camper zu reisen, weil wir so super flexibel sind und immer alles mit dabei haben. Gleichzeitig ist da auch wahnsinnig wenig Platz und das triggert mein Nervensystem. Das ist einer der Gründe, weshalb wir für 4 Tage ein Haus gemietet haben. Endlich wieder mehr Platz. Super! Gleichzeitig können wir unsere Klamotten waschen, den Camper putzen und können auch eine Art Probewohnen und so reinspüren, wie es ist, hier auf Kreta zu leben. Ich bin ein Mensch, der durchs Ausprobieren am Besten abschätzen kann, ob sich was gut anfühlt oder nicht. Morgen Mittwoch sind die 4 Tage schon wieder vorbei und wir ziehen wieder in unser "Böxli" um. Nach der 4-tägigen Pause ist das aber auch wieder okay für mich. Auch klar ist für mich, dass ich nicht auf Kreta leben möchte. Ich bin sowieso nicht so begeistert von der Idee, auf einer Insel zu leben. Da fühle ich mich wieder eingeschränkt und Fähre fahren gehört auch nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. 

 

Andreas und ich führen seit Beginn unserer Reise viele wichtige Gespräche und mir wurde klar, dass wir gar nie andere Optionen geprüft haben, wie wir auch noch Reisen könnten. Für Andreas war immer klar, dass er mit dem Camper reisen will. Als Krebs passt das ja auch gut, weil er dann sein Haus immer mit dabei hat. Aber für mich passt diese Reiseart nur bedingt. Wir prüfen deshalb aktuell, wie wir Anpassungen vornehmen können, damit auch meine Bedürfnisse bezüglich Reiseart besser abgedeckt werden. Ganz typisch für mich, habe ich auch schon einige Ideen. Ich bin sehr schnell beim Änderungen vornehmen. Manchmal etwas zu schnell für den Geschmack von Andreas. Er mag Pläne, Kontinuität und tut sich eher schwer damit, Dinge loszulassen, vor allem, wenn sie für ihn stimmen. Umso mehr freue ich mich darüber, dass er sich dann doch für meine Ideen öffnen und wir alles in Ruhe besprechen konnten. 

 

Die nächsten Tage bleiben wir aber noch auf Kreta und reisen in den Westen. Danach geht es nach Thessaloniki, wo wir das Bett im Camper reparieren lassen. Und dann wollten wir durch die Türkei reisen und dann auf die Fähre nach Zypern, um einen Bekannten zu besuchen. Vermutlich werden wir das aber jetzt nach hinten schieben und kucken, wo es stattdessen noch etwas wärmer ist. Seit gestern liegt nämlich Schnee auf Kretas Bergen. Brrrr.