Mein Mann Andreas und ich haben unser Zuhause in der Schweiz losgelassen und leben seit Mitte Dezember in unserem Campervan, auf unter 10m2. Das stellt uns vor viele Herausforderungen.
Andreas braucht viel Nähe und ich brauche viel Raum für mich. Auf unter 10m2 Platz sind da Konflikte vorprogrammiert. Im vollen Bewusstsein dessen haben wir die Herausforderung angenommen und arbeiten Tag für Tag damit. Aktuell sind wir beide nicht in unserer Mitte und dünnhäutig. Es wird regelmässig laut. Irgendwie sind wir mit so viel Freiheit überfordert und sind noch sehr auf der Suche nach unserem Weg. Dass wir keine fixe Route haben und auch keinen fixen Zeitraum, während dem wir reisen, macht die Sache nicht einfacher.
Von unseren Freunden und Bekannten hören wir: Wow, das ist so cool und ihr seid so mutig.
Ja, ja, schon, aber ... ist unsere momentane Reaktion darauf.
Intention dieser Zeit ist es, rauszufinden, ob wir gerne auch mal ausserhalb der Schweiz leben möchten und wenn ja, wo das sein könnte. Das bedeutet, dass wir uns verschiedene Ecken dieser Welt ankucken, aber gleichzeitig auch Ruhe und Struktur brauchen, um zu arbeiten und für uns rauszufinden, was wir wollen. Wir sind beide mit vielen Ambivalenzen in uns drin in die Reise gestartet und zu zweit potenzieren sich diese. Auch haben wir noch einige Probleme mit unserem Campervan, so beispielsweise wurde am Bett etwas falsch montiert, sodass das Schlafen nicht ideal ist. Immerhin haben wir im neuen Van zwei Betten, damit ich endlich mehr Platz habe beim Schlafen.
Ich werde hier immer mal wieder berichten, wie es uns geht. Auf Instagram ist auch einiges zu sehen und vermutlich starten wir auch bald mit der nächsten Podcast-Staffel.



